Steinernes Meer Überschreitung

Die Tourenplanung wurde mit allen Interessenten im Januar im Basislager begonnen und man einigte sich schnell darauf das Steinerne Meer zu überschreiten. Geplant wurde mit 3 Übernachtungen. Als Anfangspunkt nahmen wir Maria Alm und das Ziel sollte der Königssee sein. Auf dem Weg dorthin besuchten wir das Riemannhaus, die Wasseralm und Gotzenalm. Die An und Abreise erfolgte von Laufen aus mit den Öffis.

04.08. 06:45 Treffpunkt am Bahnhof Laufen. Es sind alle pünktlich da und dadurch, dass wir am Abend zuvor die Rücksäcke zusammengepackt hatten, war auch der Materialcheck bereits erfolgt. Die Anreise verlief recht reibungslos und so konnten wir gegen 11 Uhr in Maria Alm Zentrum starten. Das Wetter war sogar etwas zu gut und wir mussten unter der Hitze beim Aufstieg sehr viel schwitzen. So weit hatten wir aber gut vorgesorgt und es kamen alle mit dem Trinken aus. Nach schnellen 4 Stunden standen wir dann auch schon am Riemannhaus. Dort schmeckte der kühle Spezi dann besonders gut und der Schatten der Schirme war auch willkommen. Aufgrund des Wassermangels an der Hütte waren nur begrenzte Waschmöglichkeiten sowie Dixis zur Verfügung. Das Abendessen war dann köstlich und es ging nach einer Runde Mensch-ärgere-dich-nicht ins Bett, denn der folgende Tag würde noch einiges von uns verlangen.

Auch heute ging es wieder früh ans Werk, das Frühstück um 06:30 war reichhaltig und wir füllen unser Wasser nochmal auf. Gegen halb acht starten wir dann los. Heute gehts zur Wasseralm über die Hochbrunnsulze. Auf dem Weg dahin überlegen wir noch ob wir einen Abstecher auf die Schönfeldspitze wagen. Da der Wetterbericht aber nicht konstant schön angesagt hat und möglicherweise ein Gewitter am Nachmittag kommt, entscheiden wir uns dagegen. Der Aufstieg zur Hochbrunnsulze kostet uns etwas Kraft, wurde aber sehr gut bewältigt. An der Scharte angekommen legen wir eine kleine Pause ein, bevor wir den Hochbrunnsulzenkopf aufsuchen, eine kleine Entschädigung zur Schönfeldspitze. Da sich erste Wolken bemerkbar machen, gehen wir entschlossenen Schrittes weiter. An der Wildalm gibts dann vor dem Endspurt noch eine Verschnaufpause. Ab hier wird der Weg etwas wilder und die Wegfindung wird interessanter. Den Fotostopp an der Blauen Lache lassen wir uns nicht entgehen, gehen aber zügig weiter, denn die Wolken verdichten sich. Gerade als wir unser Ziel vor Augen haben und den Kessel betreten beginnt es zu Tröpfeln. Nach kurzer Rast Checken wir ein und dürfen uns über einen Lagerplatz direkt unterm Dach freuen der nur über eine Leiter zu erreichen ist. Der Gemüßeeintopf wurde dankbar angenommen, nach den Strapazen des heutigen Tages. Zum Tagesabschluss durften wir dann noch unter der Dachrinne duschen und konnten etwas Schweiß der letzten Tage ablegen.

Am nächsten Morgen hatten wir dann etwas mehr Zeit da der Weg nicht allzu weit ist. Der Übergang zur Gotzenalm verlief ohne große Zwischenfälle und wir kamen kurz nach Mittag an. Unseren Schlafplatz hatten wir schnell eingerichtet und im Anschluss gabs ein kleines Mittagessen. Da auch für heute Nachmittag Gewitter angekündigt waren verbrachten wir diesen an der Hütte. Kurz vor dem Abendessen machten wir uns gesammelt im Regen auf, um Handyempfang zu suchen. Vorsätzlich um das Wetter für den nächsten Tag zu Checken... Da die Erschöpfung nun doch bei dem/der ein oder anderen Einzug gefunden hatte war es auch heute sehr schnell ruhig.

Der letzte Morgen auf der Tour war dann auch entspannt, da wir nur unseren Abstieg und die Heimreise für den Tag geplant hatten. Der Weg führte uns zuerst auf der Forststraße entlang, bevor wir dann den Reitsteig zum Königssee nahmen. Dieser brachte uns dann nach Kessel. Dort angekommen nahmen wir zur Verwunderung vieler Touristen ein Bad im See. Dieser war schön erfrischend und tat nach 3 Tagen ohne Dusche richtig gut. Bei der Fahrt von Kessel nach Königssee hatten wir dann das Schiff ganz für uns. Dort angekommen gab es als kleine Belohnung für alle ein Eis, bevor wir uns dann mit Bus und Bahn auf den Rückweg machten.

 

Bericht und Bilder: Tobi Wallner