Klingeralm | © DAV Laufen

„Senn trifft Sennerin“ – auf alten Steigen zur Schweigmühlalm und weiter zur Klingeralm

Mit dem Radl ging es zunächst nach Oberndorf zur Haltestelle des Schienenersatzverkehrs nach Salzburg. Unter Nutzung des Freizeittickets fuhren wir weiter bis zur Endstation der Linie 21 in Fürstenbrunn. Zunächst marschierten wir noch teilweise an der Straße entlang bis dann bei der Veitlbruchkapelle der eigentliche Steig beginnt, der hier doch noch gut erkennbar und machbar ist.

Nach gut 45min folgt die einzige Hürde, der sonst auch recht anspruchsvollen Tour, in Form einer Brücke ohne Boden. 

Im weiteren Verlauf stiegen wir abwechslungsreich und steil am westseitigen Wandfuß des Kühsteins empor bis man nach zwei Stunden beim Sonnenscheinkreuz der unbewirtschafteteten Schweigmühlalm steht. Die Bergrettung Grödig leistet auch im Sommer an der benachbarten Diensthütte mit einer kleinen Auswahl an Erfrischungsgetränken gegen Spende einen wertvollen Dienst für durstige Wanderer. 

Gleich dahinter geht es dann mit sehr spärlichen alten Markierungen in die Querung zur Klingeralm. 

Das abwechslungsreiche und vorwiegend mit Latschen durchsetzte Gelände erforderte volle Konzentration und entsprechenden Orientierungssinn, um sich trotz des ein oder anderen Stoamanndls nicht zu verlaufen. 

Nach gut viereinhalb Stunden Gehzeit stiegen wir bei der privat geführten Klingeralm plötzlich aus dem Wald, wo an diesem Tag Bergmesse gefeiert worden war. Am Kreuz, ein wenig unterhalb, legten wir dann ein Pause ein, um unseren Beinen für den Abstieg über den steilen Klingersteig ein wenig Ruhe zu gönnen. 

Da am Berg keine Einkehrmöglichkeit vorhanden war, konnten wir im Rahmen der Heimfahrt unseren Flüssigkeitshaushalt bei einer wohlverdienten Brotzeit im Biergarten des Salzburger Müllnerbräus wieder auf Vordermann bringen und den heißen Bergsommertag erfrischend ausklingen lassen. 

Markus Lichtmannegger