Bergerlebnisse mit dem Mountainbike

Die Bergradlfreunde vom DAV Laufen hatten im Jahr 2025 einige interessante Unternehmungen  geplant. Am Beginn der Radlsaison stand das schon traditionelle „Anradeln“ im Programmheft.

Vom Laufener Marienplatz aus starteten wir im April um unseren Hausberg zu „erradeln“. Über den Salzachradweg gelangten wir nach Anthering. Vorbei an Würzenberg ging es am Südhang vom Haunsberg aufwärts zum Nachfolger der Kaiserbuche. Aussichtsreich kurbelten wir am Kamm bis nach Hörndl, wo die rasante Fahrt nach Nußdorf auf die Teilnehmer wartete. Zurück führten uns ruhige Nebenstraßen um am Ende der Tour über den Salzachsteg wieder nach Laufen zu gelangen. 35 Km und 650 Höhenmeter konnten bei dieser Heimatrunde ins Tourenbüchlein eingetragen werden.

Ende Juni ging es für 3 Tage ins Tegernseer Tal. Als Basislager hatten wir uns in einer Frühstückspension in Tegernsee einquartiert. Bei passablen Bikewetter fuhren die acht Teilnehmer rauf zur Aueralm um den Hirschberg herum. 1000 Höhenmeter verteilt auf 38 Km waren die Eckdaten dieser Fahrt.

Der Samstag hatte leider nur sehr kurze Regenpausen, dennoch entschlossen wir uns zu viert über einen Teil vom Prinzenweg zur Gindlalm zu biken. Nach einem feuchten Almtrail kamen wir zur Neureuthalm, von der eine äußerst steile Forstpiste zurück nach Tegernsee führt. 900 Höhenmeter und 32 nasse Km kamen auf dieser Regentour zusammen. 

Der Sonntag sollte laut Wetterbericht besser werden. Leider waren die Wetterbesserungen immer nur von kurzer Dauer, so dass die Tour zur Kreuzbergalm in der Almhütte gerade rechtzeitig vor einer heftigen Regenzelle am Ziel war. Unter dem trockenen Dach der Alm warteten wir auf die nächste Sonnenphase, in der wir die Talfahrt zurück nach Tegernsee wagten. Mit 750 Hm und 22 Km hatten wir noch das trockenste aus dieser Tour herausgeholt.

Das Bergradljahr beendeten wir auf einer 4-Tages-Unternehmung. Biketouren rund um Sterzing war der Titel der Veranstaltung. Für den ersten Tag war die Fahrt zum Brenner Grenzkamm geplant. In einer perfekten Steigung von Rund 11-12 Prozent windet sich die alte Militärpiste vom Brenner, über 900 Höhenmeter, rauf zum Sandjöchl. Von hier aus blickten wir ins Obernberger Tal  bevor wir uns für einen tollen Trail oder eine Forststraßenabfahrt nach Gossensas entscheiden konnten. Zu fünft wählten wir den „Sentiero Uno“ als Abfahrt ins Tal. Der alte Maultierpfad windet sich in vielen Spitzkehren ins Tal und mit einem breiten Grinsen trafen wir in der Nähe von Gossensas auf die drei Biker von uns, die auf der Forststraße ins Tal fuhren. Insgesamt war diese interessante und aussichtsreiche Tour mit 1000 Höhenmeter und knapp 28 Km eine tolle Mountainbikeunternehmung.

Am Freitag meldete der Wetterbericht für die zweite Tageshälfte heftige Gewitter. Wir entschlossen uns gleich am frühen Morgen nach einem leckeren Frühstück durch das ruhige Jaufental auf den Jaufenpass zu radeln. Nach 1150 Hm kamen wir auf der Passhöhe an und gönnten uns im dortigen Restaurant eine Mittagsrast. Leider zog das angekündigte schlechte Wetter schnell voran, so dass wir begleitet von Blitz und Donner zu dritt den Trail am Jaufenrücken unter die Stollenreifen nahmen. Der Rest der Gruppe fuhr auf der Jaufenpassstraße zurück ins Tal. Am Sonntagmorgen weckte uns herrliches Spätsommerwetter. Für diesen Traumtag hatten wir das Schlüsseljoch geplant. 1350 Höhenmeter waren bei der 18 Km langen Auffahrt zu bewältigen.

Unterbrochen von einer Mittagspause auf der Enzianhütte erreichten alle nach 3 Stunden das Schlüssenjoch auf 2.212 Meter Höhe. Mit einer überwältigenden Aussicht auf die Zillertaler- und Tuxer Alpen belohnte uns diese schwere Auffahrt, bevor es die etwas grobschottige Abfahrt auf der Militärstraße runter ins Pfitschertal ging. Zurück nach Sterzing fuhren wir auf stillen Nebenstrecken und Forstwegen, 45 Km saßen wir im Sattel. Der Sonntag startete wieder mit gutem Bergwetter und wir fuhren rauf zur Prantneralm am Riedberg oberhalb von Sterzing. Weiter leitete der Almweg aussichtsreich bis zur Hühnerspielhütte und nach einer erholsamen Mittagsrast brausten wir über steile Waldwege und den Brennerradweg zurück nach Sterzing wo wir nach 1000 Höhenmetern und 27 Km ankamen.

Aus persönlichen, konditionellen und gesundheitlichen Gründen waren die MTB-Touren 2025 die letzten Veranstaltungen, die ich als MTB-Tourenleiter unternommen habe. Es waren alles sehr schöne Unternehmung und ich fühlte mich immer „unterwegs mit Freunden“. Die Zeit als Tourenleiter Mountainbike war eine sehr schöne Erfahrung in meiner „Bergkarriere“. Ich wünsche allen, die mich auf meinen Touren, auf den Alpenüberquerungen und auf so mancher kniffligen Trailabfahrt begleitet haben allzeit spannende und unfallfreie Touren.

 

Arno Hahnemann