Auf einen der schönsten Aussichtspunkte um den Königssee: Hanauerlabl

Frühmorgens um 3:30 Uhr machten sich 7 DAVler aus Laufen auf den Weg nach Berchtesgaden. Nachdem ein Auto am Parkplatz Königsee deponiert wurde, konnte die Gruppe um 4:30 Uhr von Hinterbrand aus die ca. 25 km lange Tour durch das Hagengebirge Richtung Röthbachfall starten.

Über die Priesbergalmen und dann links durch den Stiergraben, vorbei am fast ausgetrockneten Seeleinsee erreichte die Gruppe bei Sonnenaufgang den Sattel des Hochgschirr. Aus zeitlichen Überlegungen entschied man sich dann für einen Abstieg auf den Landtalsteig für ca. 500 hm, um dann links abzweigend über den Eisenpfad auf das Hochsäul zu gelangen. Bei Sonnenaufgang, begleitet durch das stimmgewaltige Spektakel der Hirschbrunft, konnte der gesicherte, aber anspruchsvolle Eisenpfad gut bewältigt werden. Der strahlend blaue Himmel und die trockenen Graswiesen der Hänge erleichterten den Aufstieg, so dass um 9 Uhr bereits das Hochsäul erklommen war. Bei einer kurze Rast wurde nun das weglose, karstige und latschenbewachsene Gelände zum Hanauer Labl von Ferne begutachtet. 

Vereinzelte Trittspuren und Stoamandl konnten dann zur Querung auf das Hanauer Labl genutzt werden. Die schwierige Wegfindung konnte durch die gute Zusammenarbeit in der Gruppe bestens bewältigt werden, so dass die Gruppe um ca. 10:30 Uhr den überragenden Ausblick in alle Himmelsrichtungen genießen konnte. Kahlersberg und Hochsäul im Rücken, die Teufelshörner und in der Ferne das Wildalmkircherl, Großer Hundstod nach rechts schweifend bis ganz rechts im Tal der Königssee und dahinter die gesamte Watzmann-Ostwand. Eine Aussicht, die seines gleichen sucht.

Nach ausgiebiger Pause ging es vom Hanauerlabl dann über die Schreck, über die untere Röthalm, danach etwas direkt und weglos auf den Röthsteig und bergab zum Obersee und nach Salet. Mit dem Schiff dann zurück zur Seelände Königssee, ca. 10,5 Std. Gehzeit und knapp 25 km Streckenlänge. Ein beeindruckender Tag!

Tom Öllinger