Auf das Alphorn am Reiteralmplateau

Am 6. September starteten wir zu sechst von Oberjettenberg am Dolomitwerk. Nüchtern betrachtet kann man sich aus der Ferne kaum eine mögliche Route durch die relativ glatte, steil aufragende Wand vorstellen.

Auf einer äußerst steilen Forststraße gewinnt man schnell an Höhe, und an deren Ende beginnt das eigentliche Vergnügen. Ein schmaler Pfad schlängelt sich durch den Wald, bis man auf den querenden Mittersteig trifft. Diesem folgten wir für einige Meter, um ihn dann gleich wieder zu verlassen.

Der darauffolgende Pfad ist noch viel steiler, aber dafür umso kurzweiliger. Nach vielen Höhenmetern öffnete sich das Gelände und wir steuerten direkt auf die mächtige Felswand zu. Imposante Felswände sind es, die man auf luftigen Bändern unschwer durchdringen kann. Landschaftlich überwältigend!

Flott waren wir unterwegs, eher etwas zu flott, und so genossen wir den schöneren Teil unserer Tour bei gemächlicherem Tempo.

Nach einigen latschigen Passagen erreichten wir die Grenze des militärischen Sperrgebietes. Von hier ging es weiter durch gut ausgeschnittene Latschengassen auf den nicht mehr weit entfernten Gipfel. Selbst hier oben findet man noch Überreste der militärischen Erprobungen auf der Hirschwies.

Nach einer aussichtsreichen Pause ging es auf demselben Weg wieder bergab. Wobei es hier wohl eine ganz neue Variante in Richtung Neue Traunsteiner Hütte gibt. Die ist mit Sicherheit eine Erkundung wert.

Christian v. Hake