Viel Spaß beim Deutschen Alpenverein
Sektion Laufen

 

Aktuelles

Der Alpenverein ist wieder dabei. Macht mit:

Wandern für den guten Zweck

Am Sonntag Solidaritätsmarsch für Schulprojekte in Bangladesch und Madagaskar

Am Sonntagmittag durch den Rupertiwinkel wandern, um anderen eine bessere Zukunft zu ermöglichen. Zwei, drei Stunden marschieren, um damit zwei Schulprojekte zu fördern. Das ist die Idee hinter dem Solidaritätsmarsch. Seit 2003 laden Pfarrei und Pfarrgemeinde Kinder und Erwachsene ein, auf diese Weise Gutes zu tun. Am kommenden Sonntag, 2. April, ist es wieder so weit: Nach der 10-Uhr-Messe in der Stiftskirche startet der 15. Laufener Soli-Marsch.

Es braucht dafür einen der marschiert, und einen, der dafür bezahlt, also die erwanderten Kilometer sponsert. Kinder gewinnen häufig Oma, Opa oder Tante dafür; so mancher Erwachsene ist nicht selten sein eigener Sponsor. Die Kilometer des Alpenvereins, der in all den Jahren stets die größte Gruppe stellte, werden finanziert von der Laufener Firma Hörl. Der alljährliche Erlös hängt nicht zuletzt auch vom Wetter ab, wandert es sich bei Sonnenschein und milden Temperaturen doch angenehmer als bei Wind und Regen.  

3.392 Euro hatten die Teilnehmer im Jahr 2013 erwandert, 2014 waren es 2.256 Euro. Im Jahr 2015 kletterte der Marsch-Erlös auf 2.850 Euro, um im folgenden Jahr wieder auf 1973 abzusinken, war doch das Wetter im Vorjahr eher kühl und ungemütlich. Der erwanderte Spendenbetrag wird gerecht aufgeteilt: Die eine Hälfte geht an das von der Laufenerin Anna Heringer initiierte und gebaute Meti-Schulprojekt in Bangladesch, die andere Hälfte an das Misereor-Schulprojekt Vozama in Madagaskar.  

Robert Eberherr hat diese Aktion 2003 in Laufen ins Leben gerufen und bis 2014 organisiert. Seither kümmern sich Josef Pollhammer und Albert Kroiß darum, zwei unterschiedlich lange, gleichzeitig auch gefahrlose, Strecken auszuwählen. Diesmal geht es wieder an der Salzach entlang flussaufwärts. Am Abzweiger in Richtung Lepperding und Oberheining trennen sich die Strecken. Die Zehn-Kilometer-Variante führt von hier die Au auswärts nach Niederheining, am Radweg zurück bis zum Sportplatz, ehe es die Birkenallee entlang die Arschkatzstiege hinaufgeht, und von dort durch die Salzburger Allee zum Endpunkt Klosterkirche.

Die 14-Kilometer-Runde geht die Salzach entlang weiter Richtung Surspitz, um dann über Triebenbach in Niederheining wieder in die gemeinsame Schlussetappe zu münden. Die Strecken sind mit Bodenpfeilen und Schildern markiert. Zusätzlich gibt es diesmal wieder eine unter Aufsicht geführte Kinderrund mit einer Länge von zwei Kilometern, die vor dem Stadtbach abzweigt und an der Salzachhalle vorbei zur Klosterkirche führt, wobei die Überquerung der Bundesstraße durch Streckenposten gesichert wird. Kinder und Leute die zu Fuß nicht mehr so gut unterwegs sind, dürfen selbstverständlich auch aufs Rad steigen. Das tut der guten Sache keinen Abbruch. -höf

Die Sektion trauert um Günter Schiffner

Engagierter Hüttendienst beim Abstieg von der Laufener Hütte tödlich abgestürzt

Auf dem Weg zur Laufener Hütte gibt es nur ganz wenige Stellen, an denen es wirklich tief nach unten geht. An einer dieser Stellen, einer steilen, fast baumlosen Rinne zwischen Wandalm und Holzplatz, ist Günter Schiffner am Morgen des 27. August ausgerutscht oder gestolpert. Wir wissen es nicht. Man fand ihn tot hundert Meter weiter unten.

Seine Frau Jasmin war vor ihm gegangen, hörte plötzlich hinter sich etwas, sah, wie sich Günter zweimal überschlug und in der Tiefe verschwand. Obwohl ihr in dem Moment bewusst gewesen sei, das könne niemand überleben, so hoffte sie doch auf ein Wunder. Vergeblich.

Etliche Tage nach dem tragischen Vorfall kann sie darüber sprechen. Sie erzählt, dass man eigentlich schon am Freitagnachmittag habe absteigen wollen. „Aber weil es halt oben wieder so wunderschön war, sind wir geblieben und früh am Morgen aufgebrochen.“

Um 8.42 Uhr erreichte ihr Hilferuf die Hütte. Von dort alarmierte man die Rettung. 2. Vorsitzender Markus Lichtmannegger schlüpfte sofort in die Bergschuhe und lief zur Unglücksstelle nach unten. „Markus war schnell da“, sagt Jasmin, von unten waren Bergsteiger gekommen, darunter ein Bergretter. Es dauerte geraume Zeit bis der Hubschrauber mit dem Notarzt eintraf und bis man Günter rund hundert Meter unter der Absturzstelle, wenig oberhalb der neuen Forststraße fand.

Seit 1. Januar 1997 war Günter Mitglied der Sektion Laufen. Der 42jährige Polizeibeamte ist gebürtiger Traunsteiner, seine Mutter eine Laufnerin. „Seit 1994 ist Günter praktisch bei jeder Witterung auf die Hütte gegangen und auch wieder runter“, erinnert Jasmin. Nie war etwas passiert. Und nun das Unglück bei sonnigem und trockenem Wetter.

Seit 2008 machen Jasmin und Günter gemeinsam Hüttendienst. Erst vor drei Jahren haben sie auf einer Alm am Hochkönig geheiratet. „Ich möchte wieder rauf“, sagt Jasmin entschlossen, „ich brauche das, um mich auch so zu verabschieden.“ Noch heuer möchte sie wieder auf die Laufener Hütte. Die letzte Woche vor dem diesjährigen Hüttenschluss wären beide noch einmal für den Hüttendienst eingetragen gewesen.

„Ich schaue auf den Berg ohne Groll“, sagt Jasmin. Beim Bestatter in Abtenau, selbst Bergretter, hat sie sich inzwischen von Günter verabschiedet. Von dem Grundstück geht der Blick direkt hinüber zur Absturzstelle.

Jasmin, Günters Mutter und dessen Bruder Thomas haben in den letzten Tagen viel Beistand erfahren. Familie und Freunde sind bei ihnen. Wir, die Sektion, sind tief betroffen und traurig, denn Günter war ein hilfsbereiter, humorvoller und liebenswerter Bergkamerad. Er war immer gerne gesehen und wird uns fehlen.       

 Hannes Höfer    


Wer möchte kann anstelle von Blumen noch eine Spende leisten an:

Bergrettung Salzburg, OS Abtenau
IBAN: AT88 3500 1000 0001 0751
BIC: RVSAAT2S001
Verwendungszweck: Spende Günter Schiffner

Bitte jeder so, wie er es mag - auch dies wäre in Günters Interesse.

Das jeden Dienstag stattfindende Klettertraining am Kletterturm in Fridolfing entfällt bis auf weiteres.

Die Sektion trauert um ein sehr verdienstvolles und hilfsbereites Mitglied und um einen liebenswerten Bergfreund. Hermann Gschirr ist am 25. März friedlich entschlafen.

Reservierungsanfragen für die Laufener Hütte sind nun auch über unser Online-Formular möglich.